Der frühere Bahnhof Mayschoß vor dem Umbau

Die Geschichte von Bahnsteig 1

Ein Bahnhof.
Eine Familie. Eine Flut.
Immer wieder neu gedacht.

Vom historischen Bahnhof zum Leuchtturm für Wein, Gastfreundschaft und Neuanfang im Ahrtal.

Zeitreise beginnen

Vom Bahnhof zum Gastgeber

Dieses Haus hat mehr als einmal neu angefangen.

Es war Bahnhof, Ruine, Restaurant, Trümmerfeld und Baustelle. Heute ist es wieder ein Ort, an dem Menschen ankommen – nur eben meistens wegen des Weins.

01

Der Anfang

Ein Bahnhof für das Ahrtal

Im Zuge des Ausbaus der Ahrtalbahn entsteht der Bahnhof von Mayschoß. Das markante Fachwerkhaus wird für Generationen Ankunftsort, Treffpunkt und ein Stück Heimat – lange bevor hier die ersten Weine ausgeschenkt werden.

Die Lage zwischen Ahr, Weinbergen und der Ruine Saffenburg prägt den Ort bis heute.

02

Eine ziemlich große Idee

Aus der Ruine wird ein Restaurant

Ende der 1990er übernehmen Heinz Rech und seine Freunde den in die Jahre gekommenen Bahnhof. Vieles ist marode, manches kaum noch zu retten. Trotzdem sehen sie nicht nur eine Ruine, sondern einen Ort mit Zukunft.

In unzähligen Stunden wird entkernt, freigelegt, gemauert und das Fachwerk erneuert. Aus eigener Kraft und mit einer Menge Improvisation beginnt die Verwandlung.

03

Der erste Neuanfang

Der Bahnsteig 1 öffnet seine Türen

Aus dem alten Bahnhofsgebäude ist ein Restaurant geworden. Holz, Fachwerk und viele Spuren der ursprünglichen Architektur bleiben sichtbar. Der Name erinnert an die frühere Aufgabe des Hauses – und daran, dass hier immer Menschen zusammenkommen sollten.

Der Bahnsteig 1 wird ein neuer Treffpunkt in Mayschoß und der Grundstein für alles, was später folgt.

04

Die nächste Generation

Thorsten übernimmt den Bahnhof

2013 übernimmt Thorsten Rech den Bahnsteig 1. Der Bahnhof ist längst ein besonderer Ort – aber auch ein Haus, das nach einer neuen Handschrift verlangt.

Wein rückt immer stärker in den Mittelpunkt. Aus dem klassischen Restaurant entwickelt sich Schritt für Schritt die Verbindung aus Vinothek, Küche und Veranstaltungen, für die der Bahnsteig heute steht.

05

Wein, Menschen, Abende

Ein eigener Charakter entsteht

Der Weinkeller wächst, neue Winzer kommen dazu und aus einzelnen Verkostungen werden feste Veranstaltungsformate. Der Fokus auf das Ahrtal bleibt – ergänzt um große deutsche Weinregionen, gereifte Jahrgänge und besondere Flaschen.

Der Bahnsteig 1 wird immer mehr zu dem, was Thorsten vorschwebt: unkompliziert, persönlich und ganz nah am Wein.

Dabei bleibt der Bahnhof immer auch ein Familienort. Thorstens Eltern haben ihn geprägt; seine Tante und sein Onkel sind dem Bahnsteig 1 bis heute als Miteigentümer eng verbunden.

06

Die große Zäsur

Die Flut nimmt fast alles

Die Flutkatastrophe trifft Mayschoß und den Bahnhof mit voller Wucht. Wasser, Schlamm und Geröll zerstören den Bahnsteig 1. Räume, Einrichtung, Technik und große Teile des Weinbestands sind verloren.

Was bleibt, ist das Gebäude – und die Entscheidung, diesen Ort nicht aufzugeben.

07

Noch einmal von vorn

Wiederaufbau – und diesmal neu gedacht

Helfer, Freunde, Handwerker und Unterstützer machen den Wiederaufbau möglich. Der Bahnhof wird nicht einfach in den alten Zustand zurückversetzt. Räume, Abläufe und das gesamte Konzept werden neu gedacht.

Aus der Katastrophe entsteht ein moderner Bahnsteig 1, der seine Geschichte nicht versteckt: als Vinothek, Restaurant und Eventort mit einem außergewöhnlichen Keller deutscher Weine.

08

Die Geschichte geht weiter

Das Ahrtal im Herzen. Deutschland im Keller.

Heute stehen im digitalen Weinkeller mehr als 2.500 Positionen. Gäste kommen zum Essen, zu Weinproben und zu Abenden mit Winzerinnen, Winzern und besonderen Flaschen.

Die Nominierung zum Gastgeber des Jahres 2024, der DWI-Sonderpreis 2025 und die Aufnahme in die Gerolsteiner WeinPlaces 2026 markieren neue Kapitel. Fertig erzählt ist diese Geschichte deshalb noch lange nicht.

Nächstes Kapitel

Am besten schreibt man Geschichte mit einem guten Glas Wein.